Erektion

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Erektion

Erektion beschreibt die körperliche Reaktion von Gewebe auf Erregung, Durchblutung und nervale Aktivierung. Die weibliche Körperin zeigt ebenso äußerliche Zeichen von Erregung wie der Körper des Mannes. Sie reagiert auf Lust, Berührung, Fantasie, Nähe oder emotionale Verbindung mit einer Form der Erektion.

Besonders die Klitoris besteht aus weit mehr Gewebe, als von außen sichtbar ist. Ihre Schwellkörper reagieren auf sexuelle Erregung mit verstärkter Durchblutung und Aufrichtung. Ebenso können die Mamillen empfindlicher werden, anschwellen oder sich aufrichten. Auch die Vulva verändert sich mit der Erektion. Das Gewebe schwillt an, wird stärker durchblutet und empfindsamer für Berührung. Die Körperin bereitet sich dadurch auf Wahrnehmung, Lust und Verbindung vor.

Das Nervensystem steht dabei in direktem Zusammenhang mit der Erektion. Entspannung, Sicherheit und emotionale Verbindung unterstützen die Fähigkeit der Körperin, sich für Erregung und Empfindung zu öffnen. Dauerstress, Angst, Scham oder Anspannung können diese Prozesse beeinflussen und die Durchblutung sowie die Empfindungsfähigkeit verändern.

Viele Frauen erleben deshalb eine Entkopplung zwischen Berührung, Lustempfinden und körperlicher Reaktion, besonders wenn die Körperin über lange Zeit gelernt hat, sich zu schützen oder anzupassen.

Die weibliche Erektion entsteht zyklisch, emotional und situativ. Erregung zeigt sich auf unterschiedliche Weise und unterschiedlich sichtbar. Körperliche Reaktionen und Lustempfinden verlaufen dabei oft in ihrer eigenen Dynamik. Die Körperin reagiert vielschichtig und individuell.

Über lange Zeit wurde weibliche Sexualität vor allem über Fortpflanzung oder äußere Attraktivität betrachtet. Das Wissen um die weiblichen Schwellkörper, die Größe der Klitoris und die körperliche Reaktion weiblicher Lust blieb gesellschaftlich lange im Hintergrund. Erst in den letzten Jahrzehnten beginnt dieses Wissen wieder sichtbarer zu werden.

Erektion kann deshalb auch als Ausdruck weiblicher Lebendigkeit verstanden werden. Als Zeichen von Durchblutung, Wahrnehmung, Empfindungsfähigkeit und Verbindung zur eigenen Körperin.

»Lust beginnt dort, wo Deine Körperin sich sicher genug fühlt, lebendig zu werden.«

 

  • Siehe auch
    Klitoris
    Lust
    Schwellkörper
    Sexualität