Nullpunkt.Zeitwende

Sonnenaufgang über vereister Landschaft mit Baum als Sinnbild für Schwelle und Neubeginn.

Nullpunkt. Zeitenwende.

Eine Schwelle ruft

Heute ruft eine weitere Schwelle unserer Zeit. Sie ruft nach Aufmerksamkeit. Sie ruft nach Klarheit. Der Zyklus der Zeit zeigt sich als Herausforderung, als Aufgabe und als große Chance. Übergänge fordern uns, sie formen uns, sie führen uns tiefer in unsere Wahrheit.

Ich bin weder Wissenschaftlerin noch Astrologin. Als Weib dieser Zeit bin ich seit vielen Jahren berührt, getragen und geführt von den derzeitigen Energien dieser Zeitwende.

Die astrologische Konstellation

Saturn und Neptun begegnen sich auf 0° Widder, dem ersten Grad des Tierkreises, dem absoluten Anfang. Eine Konjunktion, die etwa alle 36 Jahre geschieht und auf diesem Nullpunkt zuletzt vor rund 6000 Jahren stand. Diese Dimension öffnet den Blick für einen Übergang, der größer ist als persönliche Themen. Ein kollektiver Wandel formt sich.

Sonnenaufgang über verschneiter Landschaft mit weiblicher Silhouette im Gegenlicht als Symbol für Schwelle und Neubeginn.

Ein historischer Wendepunkt

Vor ungefähr 6000 Jahren veränderte sich die menschliche Ordnung grundlegend. Sesshaftigkeit brachte Besitz hervor, Besitz formte neue Machtstrukturen, Hierarchien begannen sich zu verfestigen. Viele ordnen hier den Beginn patriarchaler Systeme ein. Strukturen entstanden, die Kontrolle über Verbindung stellten und Dominanz über zyklisches Wissen gewannen. Diese historische Schwelle wirkt bis heute in unserer Gesellschaft und in der Körperin nach.

Genau hier berührt auch das Buch von Kaja Andrea Otto diese Zeitqualität. In „Spiritual Feminist“ beschreibt sie unsere Gegenwart als Wendepunkt hin zu einem neuen weiblichen Selbstbild. Ihr Werk steht sinnbildlich für diese Übergangsenergie, die wir gesellschaftlich und in unserer Körperin zugleich erfahren.

Saturn und Neptun – Struktur trifft Vision

Auf diesem ursprünglichen Grad begegnen sich erneut Saturn, die Realität, die Prüfung, die Verantwortung, und Neptun, der Traum, die Vision, aber auch die Illusion. Saturn richtet den Blick auf das Fundament unseres Lebens. Er fragt nach Integrität, nach gelebter Haltung, nach dem, was wirklich trägt. Neptun klärt den Raum, löst Nebel, lässt die rosarote Brille fallen und macht sichtbar, was sich überholt hat. Traum und Wirklichkeit kommen zusammen. Alte Strukturen beginnen zu bröckeln. Gleichzeitig kristallisiert sich heraus, was Bestand haben darf.

Das Jahr der Venus als Vorbereitung

Was sich bereits zu Beginn 2025 mit dem Jahr der Venus abgezeichnet hat, wird jetzt konkret. Erinnerst Du dich an meinen Newsletter zur dunklen Mondin am 30. Dezember 2024? Die Venus hat uns zurückgeführt in Beziehung, in Wert, in Würde. Sie hat uns die Momente spüren lassen, in denen wir uns selbst verlassen haben, wir angepasst statt wahrhaftig waren, wo wir uns selbst verlassen haben und in denen wir Harmonie über Wahrheit gestellt haben. Das letzte Jahr diente der Vorbereitung.

Die Botschaft war eindeutig: „Jetzt ist Schluss mit Rumeiern, Wegducken und Schönreden. Schluss mit spirituellem Nebel, der Verantwortung ersetzt. Schluss mit dem Versuch, es allen recht zu machen.“ Wer zugehört hat und sich mit den Kräften des Universums verbunden hat, wer bereit war, die leisen Hinweise ernst zu nehmen, wurde vorbereitet.

Vorbereitet auf Klarheit

Diese Konjunktion ruft nach Haltung. Sie ruft nach Reife. Sie ruft danach, das, was wir längst wissen, bewusst zu leben. Und genau hier beginnt die eigentliche Kraft.

Zugleich stehen wir im Beginn des Feuerpferdes in der sich die bewusste Glut entfaltet. Reif zu hüten wird zur zentralen Qualität. Innere Autorität führt. Klarheit trägt. Kraft wird gezielt eingesetzt.

Zyklisches Wissen als innere Orientierung

Wir wechseln die Ebene unseres Daseins. Frauen kennen diese Bewegung aus ihren Zyklen. Wandel gehört zu unserer Natur. Übergänge sind vertraut. Reifung ist Teil unseres inneren Rhythmus.

Wir erfahren diese Zeit als Schwelle. Als Übergang. Als Einladung zur Heimkehr. Heimkehr in die eigene Wahrheit. Heimkehr in Würde. Heimkehr in Verantwortung.

Hand hält Schnee im Sonnenlicht als Symbol für Verdichtung, Loslassen und Neuordnung.

Die Energie der dunklen Mondin im Jahresübergang 2024 zu 2025 hat diese Qualität bereits spürbar gemacht. Sammlung im Rückzug. Vorbereitung im Verborgenen. Reifung im Dunkel. Häutung im Inneren. Dort entstand Klarheit. Dort wuchs Entscheidungskraft. Dort keimte das Neue.

Neuordnung im kollektiven Feld

Ein Nullpunkt wirkt wie Gebärmutterraum. Verdichtung. Konzentration. Neubeginn. In solchen Phasen verschieben sich Machtgefüge. Spannungen werden sichtbar. Individuelle Prozesse verbinden sich mit kollektiven Bewegungen. Jeder Mensch erlebt diese Energie auf eigene Weise, und doch sind wir Teil desselben Feldes.

Die Schuppen fallen. Die Illusionen lösen sich. Die Häutung ist vollzogen.

Wir stehen Hüfte an Hüfte.

Frauen versammeln sich im Kreis. Sie nehmen ihre Plätze ein. Sie halten. Sie hüten. Sie erinnern. Sie erinnern an eine Ordnung, die älter ist als jedes Machtgefüge. Sie erinnern an Würde, an zyklisches Wissen, an eine Form von Führung, die trägt statt beherrscht.

Heldinnentum zeigt sich jetzt anders. Präsenz wird zur neuen Form von Führung. Bewusste Standhaftigkeit trägt weiter als blinder Widerstand. Verletzliche Klarheit entfaltet größere Kraft als Härte.

Neuordnung geschieht und zugleich tiefe Erinnerung. Dieser Nullpunkt fragt nicht nach Ablenkung. Er fragt nach Wahrheit. Und das Feuerpferd erinnert uns daran, dass wahre Kraft gehütet wird.

Wir stehen im Kreis. Und wir bleiben.

 

Vielleicht nimmst Du Dir einen Moment und lauschst in Dich hinein:
Wie zeigt sich die Energie dieser Zeit in Deiner Körperin, in Deinen Entscheidungen, in Deiner Haltung?

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert