Beckenboden

WEIB.likon / B / Beckenboden

Beckenboden

Der Beckenboden ist die tragende Mitte Deiner Körperin.
Er hält, verbindet und trägt Dich durch jede Bewegung, jede Aufrichtung, jedes Loslassen.

Tief im Verborgenen ist er ständig beteiligt, wenn Du gehst, atmest, sitzt, lachst oder Dich öffnest.
Er reagiert auf das Leben, auf Spannung, auf Vertrauen, auf das Maß an Sicherheit, das Du in Dir spürst.

Der Beckenboden ist ein lebendiges Gewebe. Er besteht aus Muskeln, Faszien und Nerven und ist eingebunden in Deinen Schoßraum. Er steht in Verbindung mit Deinem Atem, Deiner Stimme und Deiner Haltung.

In ihm sammeln sich Erfahrungen. Momente von Kraft und Stabilität ebenso wie Zeiten von Überforderung, Zurückhalten oder innerem Druck. Er kann sich weiten, tragen, pulsieren und auch festhalten, wenn Deine Körperin Schutz braucht.

Dauerhafte Anspannung im Nervensystem wirkt direkt in dieses Gewebe hinein.
Stress zeigt sich oft im Halten. Der Beckenboden zieht sich zusammen, wird fest, wachsam, bereit.

Diese Spannung ist verbunden mit der Kiefermuskulatur, mit dem unbewussten Zusammenbeißen, mit dem Zurückhalten von Ausdruck. Was im Mund gehalten wird, zeigt sich oft im Schoßraum.

Ein gespürter Beckenboden gibt Dir Erdung. Er lässt Dich aufrecht sein und zugleich weich bleiben. Und unterstützt Dich darin, Dich gehalten zu fühlen, von innen heraus.

Die Verbindung zu Deinem Beckenboden entsteht durch Wahrnehmung und Entspannung. Durch das sanfte Hinspüren, das Zulassen von Bewegung und das Vertrauen in die Intelligenz Deiner Körperin.

»Du wirst getragen, auch von innen.
Und Du darfst lernen, diesem inneren Halt wieder zu vertrauen.«

 

  • Siehe auch:
    Schoßraum
    Berührung
    Atmung
    Kiefer
    Körperinnenwahrnehmung